Die wichtigsten Begriffe rund um den feuchten Keller – in je ein bis zwei Sätzen.
- Drückendes Wasser
- Wasser, das unter hydrostatischem Druck von außen gegen Kellerwände und Bodenplatte drückt – typisch bei hohem Grundwasser- oder Stauwasserstand. Es erfordert eine druckwasserdichte Abdichtung.
- Kapillaraufstieg
- Transport von Wasser durch feine Poren des Mauerwerks von unten nach oben – ähnlich einem Schwamm. Ohne intakte Horizontalsperre steigt Feuchte mehrere Dezimeter ins Kellermauerwerk auf.
- Horizontalsperre
- Eine waagerechte Abdichtungsebene im Mauerwerk, die kapillaren Feuchteaufstieg unterbricht. Fehlt sie im Altbau, kann sie nachträglich per Injektion eingebracht werden.
- Vertikalabdichtung
- Senkrechte Abdichtung erdberührter Kelleraußenwände gegen Boden-, Sicker- und drückendes Wasser – als Außenabdichtung oder, wenn nicht freilegbar, als Innenabdichtung.
- Wasserbeanspruchung
- Die Wasserbeanspruchung wird objektspezifisch bestimmt — aus Baugrund, Wasserstand und Einbausituation (Bodenfeuchte, nichtstauendes/aufstauendes Sickerwasser, drückendes Wasser). Sie bestimmt die zulässige Abdichtungsbauart.
- Sommerkondensation
- Tauwasser, das entsteht, wenn warme, feuchte Außenluft im Sommer an den kühlen Kellerwänden kondensiert – verstärkt, wenn warme Außenluft in den kühlen Keller gelangt.
- Drainage
- Ein Entwässerungssystem rund um das Gebäude, das Sicker- und Stauwasser ableitet und den Wasserdruck auf die Kellerabdichtung verringert.
- Negativ-/Innenabdichtung
- Von der Raumseite aufgebrachte Abdichtung, wenn die Außenabdichtung nicht freigelegt werden kann. Sie muss dem Wasserdruck von der Rückseite standhalten.